Handicap-Projekt
Auszug aus dem aktuellen Rundbrief (siehe Startseite)
Im Juni 2011 besuchten Musa Bainda und Gisela Bednarek in Magburaka eine poliogeschädigte Mutter mit ihren 2-jährigen Zwillingen und übergaben ihr einen Rollstuhl, Bettwäsche, Handtücher, Kinderkleidung, Verbandsmaterial und Geld. Sie äußerte, dass sie gerne ins Handicap-Haus nach Freetown gehen wolle.
Inzwischen ist sie dort auch mit ihren Zwillingen eingetroffen. Musa Bainda und Gisela Bednarek haben sich das "Handicap-Haus" angesehen. Dort „leben“ 130 poliogeschädigte sowie von den Rebellen amputierte Frauen und Männer mit ihren Kindern in total schrecklichen, fürchterlichen unbeschreiblichen Verhältnissen. Leute im Slum leben unter besseren Bedingungen. Sie alle müssen für sich selbst sorgen, eine Unterstützung von der Regierung gibt es nicht. Einige Rollstuhlfahrer fahren tagsüber in die Stadt zum Betteln, ein paar Menschen erhalten Nahrungsmittel von Verwandten, andere Verwandte haben ihre behinderten Angehörigen ausgestoßen. Lebensmittel bzw. Essen wird untereinander geteilt. Ab und zu schreiben sie Bittbriefe an z.B. die Libanesen (dort sitzt das Geld) und Organisationen und bekommen manchmal etwas Reis und Öl. Wenn sie krank sind, werden sie im Regierungs(!)krankenhaus ignoriert bzw. es heißt, es sei kein Bett frei, obwohl sie Geld für eine Untersuchung/Behandlung vorweisen können. Im Mai sind drei Menschen gestorben, weil sie einfach nicht behandelt wurden.
Über das Handicap-Haus werde ich zu einem späteren Zeitpunkt noch berichten.
Fotos aus dem Handicap-Haus
