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Gisela Bednarek,
Jahrgang 1946, wurde am 04.12.2009 das Verdienstkreuz am Bande von Herrn Bundespräsident Horst Köhler im Schloss Bellevue im Rahmen einer festlichen Veranstaltung anlässlich des "Tag des Ehrenamtes" persönlich überreicht.
"Afrika" schwirrte schon seit meiner Kinderheit in meinem Kopf
herum ausgelöst durch Bücher über Afrika, die wir in der
Schulbibliothek ausleihen konnten.
Nach meiner Lehre als Industriekaufmann wäre ich gerne als Entwicklungshelferin
nach Afrika gegangen. Aber durch Liebe, Heirat, Kinder und Berufstätigkeit
rückte der Traum "Afrika" in den Hintergrund = bis 1988.
1988 sah ich zufällig den Dokumentarfilm "Eine Chance für
Dr. Kobba" - einem Arzt, der in den 50er Jahren als erster schwarzer
Student an der Universität Marburg Medizin studierte und nach seinem
Studium in sein Land -Sierra Leone- zurückkehrte. 1988 wurde o.g.
Dokumentarfilm über seine Arbeit als Arzt in seinem Krankenhaus in
Mobai gedreht und gesendet.
Ich schrieb Dr. Kobba an und bekam auch nach einigen Monaten Antwort.
So begann unser Kontakt.
1993 habe ich für Dr. Kobba den ersten Container auf den Weg gebracht,
dem später mehrere folgten.
1994 war ich -endlich- das erste Mal selbst in Sierra Leone und es wurden
von Musa Bainda und mir unter der Bezeichnung
"Hilfe direkt" das Grassfield-Schulprojekt, Einzel-, Teil- und
Familienpatenschaften ins Leben gerufen.
Weitere Einblicke in unsere Tätigkeiten können dem Menüpunkt Projekte entnommen werden.
Im November 2001 wurde aus 20 Filmen ein Videofilm (57 Minuten)zusammengeschnitten,
dem viele Informationen entnommen werden können und der für
13,00 EURO + Versandkosten erworben werden kann.
Musa Bainda
Der "Mann / Koordinator vor Ort"
Musa Bainda, Jahrgang 1956, 2 Kinder.
Er arbeitete viele Jahre für die "Bank of Sierra Leone"
und hat dadurch fast alle Orte seines Landes sowie viele Menschen (und
auch Probleme der Menschen) kennengelernt.
Ich habe Musa Bainda Weihnachten 1991 kennengelernt als er einen Freund
besuchte, der sich bei uns aufhielt. Musa Bainda hatte sein Hotelmanagement-Studium
abgeschlossen und einige Zeit als Hotelmanager in Freetown/Sierra Leone
gearbeitet. Er bekam ein Stipendium für Deutschland, lernte 6 Monate
die deutsche Sprache und absolvierte anschließend in verschiedenen
Hotels in Deutschland ein Praktikum. Im September 1993 kehrte er dann
nach Sierra Leone zurück.
1994 war ich das erste Mal in Sierra Leone und traf dort Musa Bainda
wieder. Da er ein Mann des Volkes ist und auch sehr daran interessiert
ist, seinem Volk zu helfen, wurden von uns das Grassfield-Schulprojekt
sowie Einzel- und Teilpatenschaften für Flüchtlingskinder, Waisenkinder
und Kinder mittelloser Eltern ins Leben gerufen und bekamen die Bezeichnung
"Hilfe direkt".
Im November 2000 folgte das Clinic-Projekt in Bo, im September 2001 ein Anti-Malaria-Programm in Telu, im Januar/Februar 2002 das Dorfprojekt "Hilfe zur Selbsthilfe" für das Dorf Baoma sowie weitere Projekte.
Sämtliche Projekte werden seit 1994 von Musa Bainda betreut, kontrolliert,
aufgebaut und er zahlt die Gelder für die Kinder, Familien, Studenten
pp. aus. Er besorgt Schulplätze und Lehrstellen, kümmert sich
um Arztbesuche und Krankenhausaufenthalte, kümmert sich um unsere
Lehrkräfte in Freetown und das Clinicpersonal in Bo. Für viele
Kinder und Erwachsene ist er der erste Ansprechpartner und wenn möglich,
bekommen alle -soweit möglich- Hilfe in irgendeiner Form: seien es
Gespräche, organisatorische oder bürokratische Hilfe. Er hat
immer ein offenes Ohr für alle die Hilfe benötigen.
Er macht eben alles und ist dort wo er gebraucht wird.
Kontakt und weitere Informationen:
Hilfe direkt Oldenburg - Sierra Leone / West Afrika VIB e.V. = Verein zur Förderung
interkultureller Begegnung e.V.
Eibenweg 25, 26131 Oldenburg
Telefon: 0441 - 50 22 85
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